Worauf es bei Portraits wirklich ankommt
Mach es zu deinem Bild und lass dich nicht beirren.
Wenn du im Internet nach Tipps und Tricks für Portraits oder Peoplefotografie suchst, wirst du schnell erschlagen. Ich verstehe jeden, der sich dabei ein bisschen lost fühlt oder von den vielen „Hacks“ nicht wirklich angesprochen wird. In sozialen Medien entstehen Trends im Wochentakt. Ihnen nachzueifern funktioniert vielleicht für Reichweite, aber selten bringt es dich schneller zu einem eigenen Stil.
Fuji GFX100ii 63mm 2.8
Inspiration funktioniert anders. Und sie braucht Zeit.
Versteht mich nicht falsch: Auch ich bin inspiriert von vielen FotografInnen von Peter Lindbergh, Peter Coulson, Albert Watson, Richard Avedon oder Annie Leibovitz, um nur einige zu nennen. Ich lasse mich auch immer wieder von Menschen, Filmen, Musikvideos inspirieren oder von Magazinen wie der TUSH oder dem Hunger Magazine.
Worum es mir in diesem Artikel geht, spielt aber eine Ebene darüber.
„Mach dieses Licht und hebe deine Portraits auf ein neues Level.“
„5 Tipps für den Teal-and-Orange-Look.“
„Deinem Bild fehlt ein Rim Light.“
Diese Überschriften sollen dich nicht verwirren. Die schiere Menge an Dingen, die man angeblich unbedingt machen muss, hält dich eher zurück, als dass sie dich voranbringt.
Aus meiner Erfahrung entsteht ein eigener Stil nicht über große Sprünge von Look zu Look sondern über viele kleine Schritte innerhalb eines Looks. Ich probiere, feile und verändere mein Licht so lange, bis es sich richtig anfühlt. Und oft entdecke ich dabei etwas Neues, das ich weiterentwickeln kann. Man hat auf der einen Seite das Gefühl, nie „anzukommen“ aber genau das motiviert mich. Weil ich merke, wie sich mein Blick schärft und wie mein Stil wächst.
Ein eigener Look entsteht durch Zeit. Nicht durch Tricks.
„Nimm die Zeit“ ist der Claim dieses Blogs – und genau das möchte ich dir ans Herz legen, wenn du dich mit Portraitfotografie beschäftigst.
Jeder Typ ist anders
Mir persönlich bringen Tipps von extrovertierten Fotografen oft gar nichts, weil meine Arbeit eher introvertiert und ruhig ist. Und Fotografinnen, die hauptsächlich an schönen Stränden arbeiten, inspirieren mich zwar aber helfen mir praktisch wenig. Ich wohne in Köln. Der nächste Strand ist drei Stunden entfernt und der hat keine Palmen, sondern Strandkörbe und Kibbelingbuden.
Jeder startet mit anderen Voraussetzungen. Mit anderem Umfeld. Mit anderen Herausforderungen. Das heißt aber nicht, dass du dort, wo du bist, in deinem Tempo und mit deinen Mitteln keine phantastischen Bilder machen kannst.
Fuji GFX100ii 63mm 2.8
Bildsprache entwickelt sich weiter
Vor einigen Jahren sah Fotografie anders aus als heute. Drei Punkt Ausleuchtung war lange „the way to go“. Heute arbeiten viele lieber mit einer Lichtquelle weil man sich an der polierten Studioästhetik sattgesehen hat. Auch der Look von direktem Blitz auf der Kamera galt lange als „unästhetisch“. Heute wirkt genau dieser Look spontan, lebendig und ist überall.
Das soll dir Mut machen: Looks haben ihre Zeit. Und Menschen, die vor Jahren einen „unpopulären“ Stil perfektioniert haben, sind heute gefragt, weil sie wiedererkennbar sind.
Trends werden auf Social Media abgebildet während ein Trend gerade groß wird, wird schon am nächsten gearbeitet, der ihn wieder obsolet macht. Hab den Mut, in dem Stil zu fotografieren, in dem du dich wirklich wohlfühlst. Das sehen Betrachter. Und du wirst zu jemandem, den man wiedererkennt, ein Spezialist, mit einer eigenen Handschrift.
Ich habe vor Jahren mal von einer Kollegin den Satz gehört: „Das hat doch der Stefan fotografiert.“ Danke, Monique. :)
Fuji GFX100ii 63mm 2.8
Lass dich nicht von Technik beeindrucken
Eine zweite Sache, die mir unter den Nägeln brennt, ist technischer: Jede Kamera, die in den letzten Jahren auf den Markt gekommen ist, ist eine gute Kamera. Ich kenne KollegInnen, die phantastische Arbeiten machen mit Bodies, die zehn Jahre alt sind.
Das kannst du auch!
Neues Equipment kaufen hilft selten dem Bild. Es macht die Arbeit oft leichter und manchmal macht es mehr Spaß. Entscheidend ist aber, dass du deine Kamera wirklich beherrschst. Klar: Tieraugen-Autofokus kann für manche ein Segen sein, weil es den Workflow erleichtert. Gute Fotos haben diese Leute aber auch vorher schon gemacht.
In der Portraitfotografie lassen mich viele Neuerungen kalt. Ich brauche keinen Autofokus, der eine Millisekunde schneller ist, und auch keine noch schnellere Serienbildrate. (Für Wildlife oder Sport ist das natürlich anders aber hier geht es um Peoplefotografie.)
Für Licht gilt das Gleiche: Lass dich nicht davon beeindrucken, was auf Social Media an Material gezeigt wird. Ich arbeite seit über 20 Jahren als Fotograf allein dadurch sammelt sich viel Equipment an. Das erleichtert meine Arbeit enorm, macht aber nicht automatisch das Bild besser. Idee und Emotion stehen immer im Vordergrund. Wenn du die Prinzipien von Licht und Lichtsetzung verstanden hast, kannst du auch mit reduziertem Setup starke Portraits machen.
Fazit
Social Media schafft Sichtbarkeit. Es ist toll zum Austausch, zur Inspiration oder um an der Haltestelle Zeit totzuschlagen. Aber lass dich von der Bilderflut nicht davon abhalten, langsam, gründlich und genau an deiner Handschrift zu arbeiten. Tritt einen Schritt zurück und frag dich: Ist das, was ich gerade sehe, für mich wirklich relevant? Oder drängt mich ein Trend nur in eine Richtung, die gar nicht meine ist?
Der Weg zum eigenen Stil ist zu schön für Abkürzungen.
Portraits bedeutet Hausaufgaben machen
Gute Portraits entstehen nicht erst, wenn das Licht steht.
Sie beginnen mit Zuhören, mit Zeit ohne Kamera und mit dem ehrlichen Interesse an der Person vor dem Objektiv.
Warum Kommunikation wichtiger ist als Technik – und was Portraitfotografie mit Hausaufgaben zu tun hat.
Die dritte Staffel von Bildpunk beschäftigt sich mit Portraits.
Während wir gerade die Videos dazu drehen mit einem klaren Fokus auf Studioarbeit und Lichtsetzung möchte ich hier bewusst einen Schritt zurückgehen. Weg von Kamera und Technik, hin zu den Aspekten, die davor stattfinden.
Denn gute Portraits entstehen nicht erst dann, wenn das Licht steht.
Jil -GFX100ii / 55mm 1.7 bei 2.8
Wen hast du vor der Kamera?
Das ist für mich die entscheidende Frage bei jedem Portrait:
Wen habe ich vor der Kamera und was möchte ich über diese Person eigentlich erzählen?
An erster Stelle stehen Kommunikation und Zeit.
Zeit ohne Kamera.
Bevor ich überhaupt an einen Shoot denke, möchte ich verstehen, wie die Person reagiert, wie ein echtes Lachen aussieht und wo mögliche Unsicherheiten liegen. Diese Phase abseits der Kamera ist enorm wertvoll. Sie hilft mir später, die Person besser einzuschätzen und sie sicher durch den Shoot zu führen.
Fotografiere ich beispielsweise Schauspieler:innen, gehört für mich auch ein kurzes Gespräch mit der Agentur dazu. Dabei geht es nicht nur um Formate oder Beschnitt, sondern um Rollenprofile, Bildwelten und mögliche Lücken im bestehenden Portfolio. Je klarer diese Erwartungen sind, desto gezielter kann ich arbeiten.
Kontext oder Purismus?
Diese Entscheidung bestimmt das weitere Vorgehen maßgeblich.
Beide Ansätze sind valide und verlangen lediglich unterschiedliche Vorbereitung.
Kontext
Fotografiert man für ein Magazin, müssen die Bilder einer Geschichte folgen. Sie brauchen einen roten Faden. Genau hier wird eine Shotlist zum zentralen Werkzeug.
Eine Shotlist gibt Struktur, schafft Sicherheit und verhindert, dass man sich am Set verzettelt oder wichtige Motive vergisst. Sie hilft außerdem dabei, den Tag realistisch zu planen und Aufwände einzuschätzen gerade bei kommerziellen Produktionen ist sie unverzichtbar.
Aber auch freie Projekte profitieren davon. Alle Beteiligten haben einen Überblick, wissen was passiert und wo die Reise hingeht.
Formal enthält eine Shotlist Dinge wie Formate, Einstellungsgrößen oder technische Anforderungen. Spannend wird sie aber inhaltlich.
Wenn ich mich ernsthaft mit der Person vor der Kamera auseinandergesetzt habe, kann ich Kontext herstellen. Ist jemand aus Hamburg nach Köln gezogen, kann diese Reise Teil der Geschichte sein. Hat die Person bestimmte Rituale wie der morgendliche Spaziergang mit dem Hund, ein Lieblingsort, ein Auto, eine Farbe oder ein bestimmtes Getränk dann sind das Ankerpunkte.
Für dich mag das banal wirken. Für die Person vor deiner Kamera ist es oft etwas sehr Persönliches. Genau diese scheinbar kleinen Dinge geben einem Bild Tiefe. Nicht, weil sie für dich besonders sind, sondern weil sie es für dein Gegenüber sind.
Purismus
Mein eigenes Signature-Portrait ist sehr pur, ehrlich und direkt.
Ich mag es, meine Bilder so weit zu reduzieren, dass am Ende nur noch die Person übrig bleibt.
Diese Arbeitsweise setzt mindestens genauso viel Kommunikation voraus. Sätze wie „Vergiss einfach die Kamera“ oder „Sei ganz natürlich“ helfen dabei selten.
Ich empfehle jedem, das einmal selbst auszuprobieren:
vor einer Kamera „ganz natürlich“ zu sein.
Sehr schnell wird klar, wo die Grenzen solcher Anweisungen liegen.
Die wenigsten Menschen fühlen sich wirklich wohl vor der Kamera und das ist absolut nachvollziehbar. Viele von uns haben die Kamera so kennengelernt:
„Lach doch mal.“
Dieser Satz hat mich in meiner Kindheit regelrecht traumatisiert. Ich bin Jahrgang 75, hatte zwei Versuche zu lachen, dann war der Film voll oder das nächste Kind dran. Kein Wunder, dass Kamera für viele mit Druck verbunden ist.
Das ist der Weg
Wie entsteht also ein Blick, der sich richtig, stark oder intensiv anfühlt?
Der Schlüssel sind Emotionen.
Wenn wir etwas fühlen, reagieren die Muskeln im Gesicht automatisch richtig. Der Ausdruck wird echt. Das lässt sich leicht an sich selbst beobachten: Stehe ich mit dem Rücken zur Wand, fühle ich mich sicherer. Denke ich an einen schönen Urlaub, ein Haustier oder einen Moment mit Freund:innen, ist die Emotion sofort da und mein Gesicht spiegelt sie unmittelbar wider.
Auch der Körper spielt eine Rolle. Überkreuzte Beine erzeugen einen anderen Ausdruck als ein stabiler Stand. Zehenspitzen fühlen sich anders an als ein breiter Stand am Boden.
Es ist die Aufgabe der fotografierenden Person, den Zugang zu diesen Emotionen zu erleichtern. Empathie ist dafür entscheidend.
Ich vermeide es weitgehend, Menschen zu posieren. Mir ist lieber, eine Haltung entsteht aus einer Bewegung heraus. Deshalb behandle ich einen Shoot oft wie ein Video: eine leichte, fließende Bewegung, kleine Variationen im Blick, im Stand, in der Haltung der Arme. Meine Aufgabe ist es, im richtigen Moment auszulösen und genau das kommuniziere ich auch.
So nehme ich den Druck von der Person vor meiner Kamera. Die Verantwortung dafür, dass das Bild funktioniert, liegt bei mir und das spürt mein Gegenüber.
Kennt man Unsicherheiten, kann man sie auffangen. Nicht, indem man sie anspricht, sondern indem man Räume schafft, sie zu überwinden. Deshalb sind die Gespräche vor dem Shoot so wichtig.
Ein weiterer Punkt ist permanentes Feedback.
Wir alle reagieren positiv auf ehrliche Rückmeldung und man sieht es sofort.
Während eines Sets bleibe ich mit meiner Aufmerksamkeit ausschließlich bei der Person vor der Kamera. Ich baue kein Licht um, schaue nicht auf den Monitor und fummle nicht an der Kamera. Die Technik ist vorher erledigt. Diese Zeit gehört der Person vor mir und das kommuniziere ich auch klar.
Ich halte fotografische Phasen bewusst kurz, um immer wieder in den Dialog zu kommen. Zwischen den Sets schauen wir gemeinsam die Bilder auf einem Notebook an. Nicht auf dem Kameradisplay. Es ist völlig in Ordnung, Feedback einzuholen und gemeinsam zu schauen, was funktioniert.
Und zum Schluss ein ganz banaler, aber wichtiger Punkt:
Ich drehe die Schärfe meiner Bilder grundsätzlich zurück. Auch bei sehr hochauflösenden Setups. Niemand möchte bei 100 Megapixeln eine 100-Prozent-Ansicht seiner eigenen Augen sehen.
Warum ein Scrim der Softbox manchmal überlegen ist
Scrims kennt man vor allem vom Filmset – doch auch in der Fotografie können sie Softboxen in einigen Situationen deutlich ausstechen. Hier zeige ich dir, warum ein Scrim oft flexibler, natürlicher und robuster ist als der Klassiker unter den Lichtformern.
Scrims kennt man vor allem vom Filmset – doch auch in der Fotografie können sie Softboxen in einigen Situationen deutlich ausstechen. Hier zeige ich dir, warum ein Scrim oft flexibler, natürlicher und robuster ist als der Klassiker unter den Lichtformern.
Was ist ein Scrim überhaupt?
Ein Scrim ist ein stabiler Rahmen meistens aus Aluminium, der mit verschiedenen Bespannungen bestückt wird: meist Diffusions- oder Reflektionsflächen in diversen Stärken und Farben. Die typischen Größen reichen von 1×1 m über 2×2 m bis hin zu 4×4 m oder 8x8m, plus zahlreiche Zwischengrößen.
Der Rahmen wird zwischen zwei Stativen befestigt und kann frei im Winkel verstellt werden. Das macht Scrims extrem flexibel, gleichzeitig lassen sie sich kompakt zusammenlegen und unkompliziert transportieren. Ich nutze die Skylines von Manfrotto, die direkt mit einem Case geliefert werden.
Wofür nutzt man ein Scrim?
Das Scrim ist in seiner Benutzung sehr vielseitig. Zum einen kann direktes Sonnenlicht durch die Diffusionsbespannung modifizieren und ein diffuses und weiches Licht erzeugen, zum anderen aber auch als Reflektor benutzt werden, der durch seine Größe auch etwas weiter weg positioniert werden kann, ohne direkt eine harte Lichtquelle zu werden.
Scrims sind echte Allrounder – drinnen wie draußen.
Direktes Sonnenlicht weich machen: Diffusionsbespannung davor, und schon wird hartes Licht angenehm weich. Dies passiert, da nicht mehr die Sonne die Lichtquelle ist, sondern das Scrim zur neuen Lichtquelle wird. Das Prinzip ähnelt dem einer Softbox.
Großflächiger Reflektor: Mit reflektierender Bespannung dienen sie als große, sanfte Bounce-Fläche. Durch die Größe des Scrims kann der Bouncen auch weiter vom Motiv positioniert werden, und bleibt trotzdem weich durch seine Größe.
Im Studio genauso stark: Egal ob Blitz oder Dauerlicht – Scrims funktionieren in jeder Umgebung.
Booklights bauen: Diffusion + Reflexion → sehr natürliches und weiches Licht, das gerade extrem beliebt ist.
in diesem Bild sieht man sehr gut wie aus einer kleinen Lichtquelle (Sonne) eine große Lichtquelle wird
Scrim vs. Softbox: Wo liegen die Vorteile?
Softboxen sind weit verbreitet – zurecht. Doch Scrims haben einige Stärken, die man nicht ignorieren sollte.
1. Der Abstand zwischen Licht und Diffusion ist variabel
Bei Softboxen ist der Abstand fix, weil Lichtquelle und Diffusionsfläche verbunden sind. Beim Scrim sind beide getrennt. Dadurch kannst du:
die Lichthärte präzise steuern
die Lichtquelle seitlich oder nach hinten versetzen
viel flexibler modellieren
Das ermöglicht Lichtcharaktere, die mit einer Softbox schlicht nicht machbar sind.
2. Kein Zug auf das Bajonett
Große Softboxen ziehen trotz ihres geringen Gewichts am Bajonett des Blitzkopfes. Beim Scrim entfällt dieser Hebel komplett, weil das Licht ohne Lichtformer direkt auf einem Stativ sitzt.
Exkurs - warum gibt es überhaupt so riesige Softboxen ?
Manchmal muss das Licht weit weg vom Motiv aufgebaut werden – etwa:
Person auf einem Fahrrad
stark bewegtes Model
Autos, Küchenzeilen oder große Räume
Damit das Licht trotz großer Entfernung weich bleibt, brauchen wir extrem große Softboxen. Das Problem dabei: noch mehr Zug auf das Bajonett, noch mehr Angriffsfläche für Wind, noch mehr Volumen.
Klare Vorteile on Location
Gerade draußen spielt das Scrim seine Stärken voll aus:
geringere Windanfälligkeit (weil flacher und weniger tief als eine Softbox)
robuster Aufbau
Bespannungen halten länger
kein empfindliches Softbox-Innenleben, das beim Auf- und Abbau leidet
Scrims sind für den harten Alltag an Filmsets gebaut.
Bei starkem Wind kann das Scrim auch von Hand gehalten werden
Hier dient das Scrim in Verbindung mit einem Blitzkopf als Aufhellung im Gegenlicht
Gibt es auch Nachteile? Natürlich.
Kein Lichtformer ist perfekt.
1. Mehr Stative nötig
Softbox + Licht = 1 Stativ.
Scrim + Licht = 2–3 Stative plus Sandsäcke.
2. Präzise Lichtsetzung ist schwieriger
Softboxen lassen sich sehr kontrolliert führen – ideal für Setups, in denen der Lichtaustritt exakt begrenzt werden muss. Bei Scrims geht das zwar auch, aber Grids für große Rahmen sind teuer und unhandlich.
3. Nicht immer die erste Wahl
Für sehr gerichtetes, konzentriertes Licht bleibt die Softbox überlegen.
Warum ich trotzdem oft zum Scrim greife
Scrims passen schlicht besser zu meiner Art zu leuchten: organisch, weich, filmisch und flexibel. Gerade bei Portraits mag ich die Möglichkeit, die Lichtquelle frei um die Diffusionsfläche herumzubewegen und viel subtiler zu modellieren.
Fazit
Scrims sind nicht die Lösung für alles – aber sie sind oft eine extrem starke Alternative zur Softbox.
Sie bieten:
mehr Flexibilität
mehr Robustheit
einen natürlichen Look
Vorteile im Wind
und oft sogar ein angenehmeres Handling
Softboxen bleiben unverzichtbar. Aber wer einmal mit Scrims gearbeitet hat, versteht sehr schnell, warum sie an Filmsets praktisch überall zu finden sind.
windiges Holland - ein Tag am Meer (im Auto)
Stürmischer Wind, kalter Sand und zwei junge Frauen, deren Liebe im Verborgenen bleibt.
Die erste Episode meines Projekts Bildpunk führt uns an die niederländische Küste – zu einer Geschichte über Mut, Zärtlichkeit und den Moment, in dem sich zwei Blicke endlich treffen dürfen.
Staffel 1, Episode 1
Stürmischer Wind, kalter Sand und zwei junge Frauen, deren Liebe im Verborgenen bleibt.
Die erste Episode meines Projekts Bildpunk führt uns an die niederländische Küste – zu einer Geschichte über Mut und Zärtlichkeit.
Einleitung
Mit Bildpunk startet ein Herzensprojekt, das sich den Geschichten hinter den Bildern widmet – mit Menschen, Emotionen und Momenten, die sonst oft unsichtbar bleiben.
In der ersten Episode geht es um zwei junge Frauen, deren Liebe nur im Verborgenen existieren darf.
Eine Geschichte über Nähe, Mut und die Kraft der Stille.
Die Geschichte
Die erste Episode des Projekts Bildpunk erzählt die Geschichte zweier junger Frauen, die ihre Liebe voreinander und vor der Außenwelt verbergen müssen. Ihre Blicke dürfen sich nie offen begegnen, und doch finden sie in der Einsamkeit einen kurzen Moment des Zusammenseins.
Diese traurige Geschichte ist für viele Menschen auf dieser Welt Realität – ihre Visualisierung ist herausfordernd, aber zugleich notwendig.
Der Bildaufbau orientiert sich an dem berühmten Gemälde der Marianne aus der Französischen Revolution. Ihre starke, kämpferische Pose mit der hoch erhobenen Fahne diente als Inspiration für die Komposition.
Für den Look habe ich mich für ein sehr dunkles Schwarz-Weiß entschieden, um die Dramatik zu verstärken.
Das Styling der Modelle ist bewusst zeitlos und androgyn gehalten.
Vorbereitungen
Um den Fahnenmast an der Küste realisieren zu können, habe ich bereits am Vortag eine große Bambusstange besorgt, die für den Transport in zwei Teile gesägt wurde. Neben mehreren Fahnen zur Auswahl packten wir vor allem Regenschutz für Mensch und Technik ins Auto.
Von Anfang an war klar, dass wir mit sehr reduziertem Equipment nach Holland fahren würden – einerseits, weil wir nur zwei Autos nutzen wollten, andererseits, weil selbst „kleines Besteck“ oft zu viel Gepäck bedeutet.
Das Wetter habe ich über mehrere Tage hinweg beobachtet. Es zeichnete sich ab, dass sich am Nachmittag ein kleines Zeitfenster ohne Regen öffnen würde – mit etwas Glück sogar mit aufreißendem Himmel.
Der Morgen
Am Tag des Shoots haben wir uns alle im Studio getroffen – zum einen, um unter einem Dach Styling und Make-up zu machen, zum anderen, um die Autos mit dem erwähnten kleinen Besteck zu packen.
Dieses bestand aus:
einem C-Stand, der eine etwas breitere Base hat als die C-Stands, die ich sonst im Studio nutze.
einem Akku-Blitz – ich arbeite mit dem Elinchrom-System, konkret dem Elinchrom Five, der sowohl akkubetrieben ist als auch genug Power mitbringt. Weil ich ein Schisser bin, waren ein zweiter Blitzkopf und vier Akkus dabei. (Gebraucht haben wir am Ende etwa ein Zehntel eines Akkus.)
zwei Manfrotto Skylites, einmal 150×150 cm und einmal 210×110 cm. Warum zwei? Ich hab’s ja gesagt: Ich bin ein Schisser. Beide Skylites hatten jeweils Diffusions- und Reflektionsbespannung dabei.
meiner Kamera, der Fuji GFX 100 II, mit mehreren Optiken – fotografiert habe ich mit dem 55 mm f/1.7.
einem kleinen MacBook, um tethered zu fotografieren.
zwei weiteren Kameras zum Filmen (wobei nur eine tatsächlich zum Einsatz kam), dazu Funkmikros, Monitore und ein Videostativ.
Das Make-up unserer beiden Models wurde parallel zum Beladen der Autos gemacht. Für beides zusammen hatte ich zwei Stunden eingeplant – und das hat perfekt gepasst.
Punkt 10 Uhr sind wir dann aus Köln Richtung Küste aufgebrochen – im Regen.
Ankunft in Holland
Erstaunlich pünktlich sind wir gegen 13:30 / 14:00 Uhr in Holland angekommen. Als ich versuchte, die Fahrertür zu öffnen, war sofort klar: Wir hatten es nicht mit den angekündigten 30 km/h Wind zu tun, sondern mit entspannten 80 km/h.
Also war schnell klar, dass wir etwas umdisponieren mussten. Zuerst wurden die mühevoll ausgesuchten Bambusstäbe gegen einen fest installierten Mast getauscht – zum Glück bot der ebenfalls einen schönen Bildaufbau.
Zweitens: Das Skylite allein zu halten war schlicht unmöglich. Also hieß es: weniger Social Media, mehr Sicherheit. Das Make-up war innerhalb weniger Sekunden durch den Sturm und die daraus resultierenden tränenden Augen dahin. Auch nach einer Stunde „Fresh-up“ war es nicht mehr perfekt, aber immer noch beeindruckend. Eine Softbox in dieser Größe wäre bei dem Wind ohnehin unhaltbar gewesen.
Um das Equipment wenigstens etwas zu schützen, hatte ich eine Plane mitgenommen, damit die Cases nicht direkt im Sand stehen mussten. In der Praxis war aber schnell klar: Wir haben das Equipment direkt auf den Sand gestellt – die Plane wäre dem Wind wahrscheinlich nach zehn Minuten zum Opfer gefallen.
Der Shoot
Die widrigen Umstände zwangen uns dazu, schnell und effektiv zu arbeiten – was dank meines großartigen Teams wunderbar funktioniert hat. Auf dem Weg nach Holland hatten wir genug Zeit, um die Bildideen im Detail zu besprechen, sodass vor Ort kaum Anweisungen nötig waren.
Hannah und Lia haben fantastisch performt. Elisa hat nicht nur ein tolles Make-up gezaubert, sondern sich auch um Wärmejacken und das Wohlbefinden der Models gekümmert – und das Ganze mit meinem MacBook in der Hand, das wir natürlich nirgendwo ablegen konnten. Da das Tethered-Kabel nur fünf Meter lang ist, hat sie sich perfekt mit mir gemeinsam bewegt.
Siri hat zusammen mit Hannah meisterlich verhindert, dass das Skylite davongeweht wurde, und Moritz hat das Ganze großartig auf Video festgehalten. In kleinen Pausen hat Hannah außerdem dafür gesorgt, dass wir etwas Material für Social Media hatten.
Ich danke euch allen für einen stressigen, windigen, aber sehr produktiven Tag. Ohne Menschen, die mit so viel Leidenschaft bei der Sache sind, wären Projekte dieser Art nicht möglich. Danke!
Warum freie Arbeiten so wichtig sind
Viele kreative Köpfe fragen sich, wie viel ihrer Arbeits- und Lebenszeit sie in freie Arbeiten investieren sollten. Das Portfolio wirkt vielleicht schon komplett, und die Zeit ließe sich auch in Marketing oder Akquise stecken.
Doch sind freie Arbeiten nicht genau das – Marketing und Akquise in ihrer besten Form?
TFP und freie Arbeiten
In der Branche wird der Begriff TFP (Time for Prints) oft synonym zu freien Arbeiten verwendet. Model, Make-up, Styling und Fotografie treffen sich, um gemeinsam ein Projekt umzusetzen. Alle gewinnen, denn jeder erhält Ergebnisse, die das eigene Portfolio bereichern.
Wichtig ist dabei: Alle Beteiligten arbeiten auf Augenhöhe.
TFP für Einsteiger
Einsteigerinnen und Einsteiger in die Fotografie haben es besonders schwer. Sie wollen durch TFP-Projekte wachsen, verfügen aber oft noch nicht über ein Portfolio, das andere überzeugt. Ein scheinbarer Teufelskreis: kein Portfolio, keine Crew – keine Crew, kein Portfolio.
Der Ausweg?
Ein klares Konzept: Liegt einer Anfrage eine gute, durchdachte Idee zugrunde, steigt die Chance, andere für das Projekt zu begeistern. Vage Aussagen wie „Lass mal was machen“ schrecken eher ab.
Gezielte Investition: Über soziale Medien findet man schnell passende Modelle. Manche verlangen eine Bezahlung – doch betrachte das als Investition in dein Portfolio, die dir langfristig Türen öffnet.
Workshops nutzen: Spezielle Einsteiger-Workshops bieten die Möglichkeit, das Portfolio zu erweitern und gleichzeitig Grundkenntnisse zu vertiefen.
TFP für Fortgeschrittene
Mit wachsendem Portfolio wird es leichter, Mitstreiter für freie Projekte zu finden. Auf einschlägigen Plattformen finden sich zahlreiche Gesuche. Dennoch gilt es genau hinzusehen: Passt das Model zum eigenen Stil? Führt die Zusammenarbeit wirklich zu Bildern, die das Portfolio bereichern?
Gerade jetzt lohnt es sich, Mut zum Experimentieren zu zeigen: Neue Techniken, Lichtsetzungen oder Bildsprachen erweitern nicht nur das Portfolio, sondern auch das eigene Skillset.
Ein weiterer Vorteil: Netzwerken. Jedes freie Projekt schafft neue Kontakte, die später wertvoll sein können.
Mit einem klaren Konzept lohnt es sich auch, Model- oder Schauspielagenturen anzusprechen. „New Faces“ oder Schauspielerinnen und Schauspieler benötigen ebenfalls hochwertige Bilder. Wichtig: Ein aussagekräftiges Moodboard ist Pflicht, ein durchdachtes Konzept die Kür.
TFP für Profis
Je länger man in der Branche arbeitet, desto wichtiger werden freie Arbeiten. Bildsprache entwickelt sich ständig weiter – und das eigene Portfolio sollte Schritt halten.
Auf kommerziellen Jobs arbeitet man oft in engen Vorgaben: Agentur, Magazin oder Brand haben die visuelle Sprache meist schon im Vorfeld festgelegt. Die eigene Handschrift tritt dabei schnell in den Hintergrund. Freie Arbeiten sind deshalb ein wertvoller Gegenpol – hier bleibt Raum für die eigene kreative Stimme.
Viele Profis pflegen sogar mehrere Portfolios, um auf unterschiedliche Kunden und deren visuelle Sprache eingehen zu können.
Mein Fazit
Portfolioarbeit ist und bleibt in der professionellen Fotografie unerlässlich. Freie Arbeiten helfen mir, meine Bildsprache weiterzuentwickeln, neue Techniken zu testen und spannende Kontakte zu knüpfen.
Ich versuche, einmal im Monat ausschließlich für mich und mein Portfolio zu arbeiten. Dabei verlasse ich bewusst meine Komfortzone, probiere Neues aus und entdecke Elemente, die ich in meine fotografische Handschrift integrieren möchte.
Ob es das Testen einer neuen Softbox ist, die Kompression einer Linse oder das Schreiben eines ausgefeilten Konzepts – jede freie Arbeit macht mich souveräner für kommende Jobs. Und fast immer sind sie auch ein kleiner kreativer Urlaub vom engen Korsett kommerzieller Produktionen.
jetzt Du
Freie Arbeiten sind für mich unverzichtbar – aber wie siehst du das?
Arbeitest du regelmäßig frei oder fehlt dir dazu die Zeit?
Was waren deine spannendsten Erfahrungen mit TFP?
Welche Projekte würdest du gerne einmal umsetzen?
👉 Schreib mir deine Gedanken oder lass uns vielleicht sogar ein gemeinsames freies Projekt starten. Ich freue mich auf den Austausch!
Doppelbelichtung als kreatives Stilmittel: Wie Lichtspuren und Schärfe zusammenfinden
Fuji GFX100ii 80mm 1.7 bei 1/10 F7.1 ISO100 - Modell und Makeup: Louis
Doppelbelichtungen üben eine ganz eigene Faszination aus: ein Zusammenspiel aus gestochen scharfen Elementen und weichen, fließenden Bewegungen. Doch wie entsteht dieser Effekt eigentlich – und warum ist die Kombination aus Blitz und Dauerlicht dafür so entscheidend?
Zwei Arten von Unschärfe
Kleiner Exkurs vorab: Unschärfe kann im Bild aus zwei Gründen entstehen – entweder durch falsche Fokussierung oder durch Bewegungen innerhalb der Verschlusszeit. Um Letztere geht es hier. Sie bildet die Grundlage für kreative Verwischungen und Lichtspuren.
Was bei einer Doppelbelichtung passiert
Eine Doppelbelichtung besteht technisch aus zwei Belichtungsanteilen innerhalb derselben Verschlusszeit. Grundlage dafür sind eine längere Verschlusszeit und das Zusammenspiel von Dauerlicht und Blitz.
Der Schlüssel ist ein einfaches Prinzip:
Die Abbrennzeit des Blitzes wirkt wie eine eigene, ultrakurze Verschlusszeit innerhalb der Gesamtbelichtung.
In der Studiofotografie ist das der Grund, warum die „normale“ Verschlusszeit oft kaum Einfluss auf die Schärfe hat. Ist die Umgebung ohne Blitz dunkel, bestimmt der Blitz allein die Schärfe.
Beispiel
Stell dir vor, du fotografierst mit 1/10 Sekunde, f/8 und ISO 100 – und bekommst ohne Blitz ein komplett schwarzes Bild. Dann gilt: Alles Sichtbare entsteht durch zusätzliches Licht.
Zündet nun der Blitz, beleuchtet er das Motiv nur für einen minimalen Moment und friert es ein. In völliger Dunkelheit wäre das Motiv trotz langer Verschlusszeit gestochen scharf – weil während der restlichen Zeit kein Licht auf den Sensor fällt.
Der zweite Belichtungsteil: Das Dauerlicht
Nun ergänzt das Dauerlicht die Aufnahme. Der Blitz erzeugt den eingefrorenen Teil des Bildes – der Rest der Verschlusszeit wird genutzt um Spuren von Bewegung auf den Sensor aufzuzeichnen.
Ob das Dauerlicht auf das Motiv oder in den Hintergrund fällt, spielt zunächst keine Rolle. Wichtig ist: Es wirkt während der restlichen Verschlusszeit weiter.
Bewegt sich das Motiv – oder du die Kamera – entstehen die typischen Lichtspuren.
Der erste Teil bleibt scharf, der zweite wird zur kreativen Verwischung. Genau darin liegt der Reiz dieser Technik.
Eine weitere Möglichkeit, Unschärfe einzubauen, ist ein Zoom während der Belichtung – vorausgesetzt, ein Zoomobjektiv ist zur Hand.
Exkurs: Erster oder zweiter Vorhang?
Kamera oder Funkauslöser erlauben die Wahl, wann der Blitz zündet:
Erster Vorhang: Der Blitz feuert zu Beginn der Belichtung. Erst wird eingefroren, danach beginnt das Umgebungslicht zu wirken.
Zweiter Vorhang: Der Blitz feuert am Ende der Verschlusszeit. Erst zeichnet das Dauerlicht Spuren, anschließend wird das Motiv eingefroren.
Beides hat seine Berechtigung.
Beispiel: Rollt eine Kugel über den Tisch und du blitzt auf den ersten Vorhang, erscheinen die Lichtspuren vor der Kugel. Blitzt du auf den zweiten Vorhang, folgen die Lichtspuren der Bewegung – das wirkt natürlicher.
In meinem Beispiel habe ich bewusst auf den ersten Vorhang geblitzt, um die volle Kontrolle über den scharfen Bildanteil zu behalten.
Timing und Balance: Der Schlüssel zur Bildwirkung
Ab hier wird es praktisch – und spannend. Zwei Dinge bestimmen den Erfolg einer Doppelbelichtung:
1. Das Timing
Wie schnell und wohin du die Kamera bewegst (oder sich das Motiv bewegt), entscheidet, ob die scharfe Blitzbelichtung klar bleibt oder vom Dauerlicht überlagert wird.
Manchmal „übermalen“ die Umgebungslichter die erste Belichtung – das wirkt wie ein Fehler, führt aber oft zu überraschend stimmigen Effekten.
2. Die Balance
Die Verschlusszeit muss lang genug für Bewegungen sein, aber kurz genug, um Blitz und Dauerlicht im Verhältnis zu halten. Hier hilft: testen, anpassen, weiterprobieren.
Fazit: Doppelbelichtung ist ein Spiel mit Licht – und ein Lernprozess
Doppelbelichtungen entstehen aus Technik, Erfahrung und Experimentierfreude. Wer versteht, wie Blitz und Dauerlicht sich ergänzen, kann gezielt steuern, was scharf bleibt und wo Bewegung sichtbar wird. Und wie so oft in der Fotografie gilt: Nicht alles lässt sich planen – aber genau das macht den Zauber aus.
Was ich gemacht habe:
Für mein Porträt waren Lichtspuren im Hintergrund irrelevant. Daher habe ich das Gesicht mit farbigem Dauerlicht normal ausgeleuchtet und den Blitz von vorne ergänzt. So entsteht der Effekt, dass sich das Gesicht aus Schärfe und Unschärfe zusammensetzt. Besonders bei Make-up mit glitzernden Elementen funktioniert das wunderbar – das Licht bricht sich in der Bewegung und erzeugt einen sehr lebendigen Look.
Wenn ihr dazu ein Video sehen möchtet, schreibt mir gerne auf Instagram.
Viel Spaß beim Ausprobieren!