Motiviertes Licht: Wie sichtbare Lichtquellen ein Bild glaubwürdig machen
Eine Lampe im Bild ist kein Fehler, Sie ist eine Chance. In dieser Folge geht es um motiviertes Licht: die Kunst, das Licht so zu setzen, dass eine sichtbare Lichtquelle im Bild die Beleuchtung logisch erklärt. Das Ergebnis wirkt für den Betrachter selbstverständlich, obwohl technisch nachgeholfen wurde.
Wir starten mit dem komplexeren Fall: zwei motivierte Quellen, geschichtet. Das warme Umgebungslicht des Raumes, nach vorne verlängert und ein kaltes Blau von unten, das der aufgeklappte Laptop im Bild motiviert. Weil der Screen sichtbar ist, akzeptiert das Auge das blaue Licht im Gesicht sofort. Ohne die sichtbare Quelle würde derselbe Akzent künstlich wirken.
Danach reduzieren wir auf ein einzelnes Beispiel, um das Prinzip ganz klar zu machen: eine Lampe im Bild, die „lügt". Alleine hätte sie das Gesicht nur von der Seite angeschnitten. Statt sie zu verstecken, haben wir Richtung und Farbtemperatur aufgegriffen und die Lichtwirkung mit einer Tube nach vorne verlängert die sichtbare Quelle bleibt die Erklärung, das Gesicht ist sauber ausgeleuchtet.
Genau das ist der Kern von motiviertem Licht: Du orientierst dich an dem, was im Bild schon da ist, und baust darauf auf, statt dagegenzuarbeiten auch mit mehreren Quellen, solange jede ihre Erklärung im Bild hat.
Wer Portraits mit vorhandenen Lichtquellen fotografiert: Lampen, Fenster, Bildschirme, Neonschilder bekommt hier ein Rezept an die Hand, das sich sofort übertragen lässt
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